Tagebuch
von unserem USA Trip 2003 mit Thekla Friedrich und Gerd Seibert
Unsere Planungen für diese Reise liegen nun schon über 18 Monate zurück. Im September hatten wir schon die Tickets und die Cabins im Yosemite Park gebucht. Anders wäre das nicht zu machen gewesen. Gerd hat wegen des bevorstehenden Maultierreitens mir seit Februar vergangenen Jahres Reitstunden gegeben, dass ich auch fit für diesen Part der Reise war.
Ich hätte nie gedacht wie schön und erholsam reiten für den Körper und die Seele ist.
Ein ganz grosses Danke dafür Gerd.
Für die Versorgung unserer Tiere auf der Herbach Mühle hatte Barbara ihren Neffen Martin Leipertz begeistern können. Er wurde kurz vorher noch einen Tag in den Tagesablauf der Tiere eingewiesen und hatte dann hier noch Unterstützung durch Günther Biebricher und Deborah Rübsamen.
Mittwoch 14. Mai
Das Aufstehen um 4:30 war schon schwer. Aber aufgeregt waren wir alle. Die Tiere wurden noch versorgt und die letzten Dinge in den Koffer verstaut. Unser Taxi kam pünktlich und hat uns und Thekla und Gerd zum Flughafen gebracht. Da der Flieger voll ausgebucht war, konnten wir leider im Flieger nicht alle nebeneinander sitzen. Der Flug mit der Lufthansa war sehr angenehm und wir sind in San Francisco pünktlich gelandet. Die Einreiseformalitäten waren wieder wie üblich langwierig und mit seltsamen Fragen behaftet. So wollte zum Beispiel der Zöllner Gerds Beruf wissen.
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Die Flughafenbeschriftung ist aus der Schrift Univers von Linotype Library |
Die Busse, die uns zu den Autoverleihern bringen sollten, waren nicht mehr da. Seit zwei Wochen ist ein neues Bahnshuttlesystem installiert wie in Frankfurt, bei dem man direkt bis ins Parkhaus der Autovermieter gebracht wird.
Unser roter Chevrolet Minivan ist eine Pracht. Die hintere rechte Schiebetür geht elektrisch funkgesteuert auf und zu.
Wir sind dann ütlich über die Bay Bridge nach Berkeley gefahren und haben auch auf Anhieb die Edith Street gefunden.
Wie im Paradies liegt das Haus. Umgeben von exotischen Pflanzen und netten Nachbarhäusern.
Georgianna und Georg hatten uns in das Haus eingewiesen. Ein echtes Juwel mit
allem Komfort.
Wir haben dann noch einen kleinen Spaziergang die Cedar Street zur Shattuck Street gemacht und uns mit Büchern und Lebensmitteln und Papayas eingedeckt. Das Abendessen beim Thailänder Cha Am war ein Genuss. Der grüne Curry (mit Spinat grün gefärbt) war hervorragend. Danach hatten wir noch zu Hause die Papaya geschlachtet und etwas Orangensaft getrunken.
Nach einem ausgiebige ühstück geht es jetzt über die Bay Bridge hinüber nach SF mit dem Auto. Wir sind direkt zur Embarcadero gefahren und haben dort alte Straßenbahnen gesehen und einige für Akira fotografiert. SF hat aus der ganzen Welt alte Straßenbahnwagen gekauft, restauriert und hat somit eine weitere Touristenattraktion. Leider habe ich nicht alle fotografieren können.
Hinter der Fishermans Warf haben wir unser Auto abgestellt und sind dann an den historischen Schiffen vorbei zur Endstation der Cable Car in der Hyde Street gegangen. Mit der CC sind wir dann durch die steilen Straßen bis Powell gefahren.
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Ich
bin dann von dort zu Susie Taylor in die SF Library gegangen und habe dort
Lilli Wronker getroffen. Welch ein Wiedersehen.
Dort habe ich auch erfahren dass Alan Blackman
heute im Hospital an seinem Krebsleiden operiert wurde.
Die anderen waren zum Nordström Center shoppen gegangen. Als ich zurückkam bin ich mit Gerd in die Market Street noch etwas gegangen und habe mir bei Kaplans wieder eine nee Jacke und eine Jeans gekauft. Thekla und Barbara kamen dazu und wir sind dann wieder gemeinsam mit der Cable Car zurück gefahren. Wir hatten die falsche Bahn genommen und sind dann bei Pier 39 rausgekommen. Da war es sehr touristisch. Es war aber ein imposantes Bild, die Möwen auf den parkenden Autos zu sehen und sie mit Brötchen und Essensresten zu füttern. Wir schlenderten dann wieder zu unserem Auto und sind dann in den Central Park gefahren und haben uns dort im Science Museum das große Aquarium besichtigt. Das Rundbecken war sehr imposant. Man steht im Zentrum des riesigen Rundbeckens und die Fische schwimmen im Kreis um einem herum. Sie brauchen ca. 40 Sekunden für eine Runde. Die aktuelle Skull-Ausstellung mit den Schädeln war sehr beeindruckend
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Die aktuelle Skull-Ausstellung mit den Schädeln war sehr imposant aber wir konnten sie uns nicht mehr richtig ansehen, da das Museum schon um 5 Uhr geschlossen wurde. Fast hätten sie uns eingeschlossen.
Dann haben wir uns entschieden mit dem Auto den Highway 1 am Pazifik in Richtung Süden zu fahren um in Pescadero bei Duartes Inn einzukehren. Die Fahrt war sehr angenehm mit der Ausssicht auf den abendlichen Pazifik und wir haben unterwegs noch Vögel beobachtet und die fremden Blumen und Bäume betrachtet.
Die Artischockensuppe war wie immer eine Wonne Gerd und Thekla waren sehr begeistert. Barbara entschied sich lieber für einen Pacific Snapper. Als Nachtisch gabs Pecan, Blueberry, Apple, Mousse und Cheescake Pi mit Coffee zum abwinken.
Die kleine Rundfahrt durch das kleine Kaff gab einen ersten Eindruck eines amerikanischen Dorfes mit Kirche Schule und den vielen kleinen Häuschen und den großen Pickups davor.
Die Fahrt durch das Pescadero Tal durch die riesigen Redwood Trees und über die Berge war interessant. Wir haben unterwegs zwei Rehe gesehen und auf dem Berg die große Mondfinsternis beobachten können.
Über die San Mateo Brücke ging es dann wieder zurück nach Berkeley.
Freitag 16. Mai
Bei strahlender Sonne ging es dann ab in Richtung Reyes Park nördlich von SF. Unterwegs haben wir aber umdisponiert und sind in Richtung Stinson Beach den Highway 1 gefahren. Eine atemberaubende kurvenreiche Strecke mit schönen Aussichten auf den Pazifik und die schroffe Felslandschaft.
Am Strand von Stinson Beech haben wir kleine Krebse beobachtet wie sich ganz flink in den Sand gebohrt haben. Die Strandläufer die uns zuschauten waren nicht sehr scheu. Nach einem netten Mittagessen im Freien ging es dann weiter zur Vogelschutzwarte am Meer. Auf dem Weg dorthin haben wir erste Truthahngeier fliegen gesehen. Die Vogelwarte ist mitten in den bergigen Büschen gebaut. Im Innenhof der Gebäude konnten wir die ersten Kolibris entdecken. Die Vogelwarte haben einige Fang-Netze aufgestellt, mit denen sie dort zur Untersuchung Vögel morgends gefangen und bestimmen. Es ist aber keine Beobachtungsstation mit einem Aussichtshäuschen wie wir es erwartet hatten. So sind wir den Nature Trail in den Creek gelaufen und könnten so etwas von der schönen Natur erleben. Als wir gerade wegfahren wollten, liegt direkt auf dem Weg vor unserem Auto eine 1,20 m lange Schlange
Bei einem weiteren Halt an einem Aussichtpunkt parkte ein riesiger Amischlitten und Thekla war total begeistert. Der Fahrer bat sie sich vor den Wagen zu stellen so dass ich ein Bild davon machen konnte.
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Georgianna hatte am Abend zu einer kleinen Party mit Thai Food in ihr Gästehaus eingeladen Es kamen Georgianna, George, Arne Wolf, Lilli Wronker, Susie Taylor, Ward Dunham, Linnea Lundquist. Ich hatte noch Anja und John Plowright dazu eingeladen, da sie auch in Berkeley wohnen. Es war ein schönes Wiedersehen und wir haben uns viel zu erzählen gehabt.
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Samstag 17. Mai.
Wir haben mit Alan Blackman telefoniert. Die Operation ist gut verlaufen und es geht ihm den Umständen entsprechend gut.
Wir hatten und dann noch bei Georgianna und George für die freundliche Bereitstellung des Hauses bedankt und verabschiedet. Abfahrt Richtung East auf der 13 und 580 vor Pleasanton kam rechts im Tal eine Rodeo Veranstaltung auf der Rowell Ranch. Wir haben uns spontan entschieden das einmal live zu erleben und sind hin gefahren.
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Es war sehr interessant zu sehen wie die Rodeo Reiter es meistern auf den buckelnden Pferden zu bleiben und wie sie die Kälber im Team einfingen Die Bestzeit lag bei etwas um die 3 Sekunden.
Dann sind wir weiter gefahren auf 580 zur 5 und über die 140 in Richtung Merced. Unmittelbar an der steppenartigen Abfahrt haben wir Präriehunde kurz über die Straße huschen gesehen. Die Fahrt durch das große Tal ging vorbei an Pfirsich, Mandel und Feigenbaum Plantagen. In Merced musste ich traurig sehen dass dort die Station der Yosemite Harley Davidson war.
Ich wäre gerne auch mal mit der Harley über die amerikanischen Straßen gebrettert. Vielleicht ein anderes Mal. Es ging dann langsam aufwärts durch leicht hügeliges Weideland hinauf in die Berge bis nach Mariposa. Haben im Golden Grill unser erstes leckere Prime Rib gegessen und übernachten im einfach gehaltenen Muir Lodge Motel inmitten der Bäume am Bachlauf.
Sonntag 18. Mai
Unmittelbar neben dem Motel befand sich ein YMCA-Camp das off ür alle Besucher Frühstück anbot. Es war einfach aber sehr gemütlich. Wir bekamen so schon das amerikanische Feeling für den Drang in die Natur zu spüren. Am Bücherboard stand geschrieben "Take one and leave one."
Eine aufregende Fahrt entlang des Merced River
in Richtung Yosemite Park. 
Die ersten Eindrücke waren überwältigend. Bei einem unser vielen Stopps ist gerade eine Klapperschlange im Klee an unseren Füßen vorbeigezogen. An einem Rastplatz im Valley hatten wir sofort Kontakt mit einigen Hörnis.
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Weiter ging es nach Curry Village zur Einquartierung in die einfachen Holz-Hütten. Tausendfache Warnung vor dem Bären.
Rundfahrt mit dem Bus. Die Yosemite Mule Rides haben leider schon ihre Trips beendet und zu unserer Enttäuschung bieten nur die 2 Stundentrips für 40 $ an. Wir reservieren für morgen.

Anschließend sind wir zum Yosemite Fall gefahren und haben uns eine Dusche des kalten Wasserfalls eingeholt. Abendessen vor der Hütte mit Hummus und Gurken Käse und Pale Ale aus der Sierra Nevada und Gerds 120er Rotwein. Die Fledermäuse umschwirrten uns und schnappten die Stechmücken weg, die uns als stechen wollten
Geschlafen wie ein Bär. Nur gesehen haben wir noch keinen.
Kurzes Frühstück in der Coffee Bar mit Roseberry Teacake und Sticky Buns (Pecan)
Fertigmachen zum Reiten da wir um 11:15 dort eingewiesen werden. Die Maultiere wurden gesattelt gebracht. Wir bekommen tausend Sicherheitsanweisungen und Schutzhelme.
Thekla bekommt eine schwarze Mulestute "Victoria".
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Gerd wird der Mulewallach "Samson" zugewiesen
Barbara bekommt Mulewallach "Roach" und für mich gibt es "Josebell".
Die schweren Westernsättel sind aufgegurtet. Jeder wird von den Führern auf sein Tier gehoben und nach einer kleinen Einweisung geht es mit 20 Teilnehmern und 5 Führerinnen auf den Trail. Es geht im langsamen Schritt mit den Tieren entlang des Merced River auf einem alten Trail bergauf und bergab und wir brauchen nicht viel mit den Tieren machen, da diese bald wie ferngesteuert gehen. Am Mirror Lake angekommen müssen alle kehrt machen und dann ging in umgekehrter Folge zurück.
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Zu Hause angekommen haben wir uns entschieden am Nachmittag noch nach Wawona und zu den Sequoia Riesen zu fahren
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Auf dem Heimweg hatten wir mehrmals Mule Deer am Straßenrand gesehen. Der Ausblick vom Tunnelausgang auf das Yosemite Valley und dem vom Abendrot angeleuchteten Half Dome war sehr romantisch. Da das Abendessenbüffet in Curry Village schon um 8 Uhr schließt haben wir eine Pizza auf der Veranda gegessen. Plötzlich kam ein Waschbär vorbei und schnupperte die Tische nach Essbarem ab.
Nach einer ausgiebigen Dusche haben wir uns fertig gemacht um heute einmal ganz nobel im Awahnee Hotel zu frühstücken.

Was für ein Hotel, das 1927 hier im Tal erbaut wurde. Diese massiven Felsbrocken aus denen die Pfeiler erstellt sind und die großen Holzbalken auf denen das Gebälk des Frühstückraums ruht. Auch der Park ist einmalig schön. Das immer bei bestem Wetter mit strahlender Sonne und blauem Himmel bei 20 bis 26 Grad.
Die Tri Fishplate von Gerd und Barbara waren sehr ausgiebig. Thekla hatte ein Happy Isles Plate und bei mir gab's French Toast mit Corned Beef.
Bei unserem Verdauungsspaziergang hatten wir wied örni Beobachtungen und konnten aus nächster Nähe eine Californian Snowflower (rote spargelartige Pflanze) fotografieren.
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Zu Hause angekommen haben wir noch viel Spaß mit unseren Haushörnis.
Am Nachmittag hatten wir noch die Chance eine Scenic Tour auf dem offenen Laster mit zu machen. Es war beeindruckend die Sehenswürdigkeiten des Tales so auch noch kommentiert zu bekommen. Außergewöhnlich dass wir einen Koyoten direkt am Straßenrand beim Mäuseauflauern fotografieren konnten.
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Die Krönung war aber der Bär, im Wald der auf dem Weg zu Happy Isles einige Menschen aufgeschreckt hatte und den wir vom Laster direkt sehen und fotografieren konnten. Wir hatten es nicht geglaubt einen Bären zu Gesicht zu bekommen. Der Bär bewegte sich nahrungssuchend weiter ins Dickicht des Waldes.
Wir hatten anschließend noch unser Buffet Dinner im Curry Camp und machten uns ans Packen für die Abreise am nächsten frühen morgen
Der Wecker klingelte um 5:30, damit wir schon um 6 Uhr am Coffeshop unseren Tee trinken konnten. Danach Abfahrt um 7 Uhr in Richtung Nordost.
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Der Tioga Pass war immer noch saisonbedingt gesperrt und so mussten wie den nächst freien Pass die 88 Richtung Lake Tahoe wählen.
Es war eine anstrengende kurvenreiche Strecke und die 8570 Fuß hohe Passstraße konnte uns einen Eindruck vermitteln wie hoch der Schnee auf dem Tioga Pass erst sein mochte.
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Im High Sierra Tal angekommen, konnten wir dann die beiden Bergmassive gut betrachten. Nach Bridgeport sind wir dann links abgebogen, um noch Thekla und Gerd die Geisterstadt "Bodie" zu zeigen
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zu zeigen. Es war wieder Bilderbuchwetter und wir hatten nur zwei Stunden uns die verlassenen Hütten an zu sehen. Dann ging es weiter das Tal hinab nach Bishop zum Hotel.

Wir speisten unser nächstes leckere Prime Rib im "Whiskey Creek" von Bishop und sind dann mit vollem Bauch noch eine Runde durch das Ausstellungsgelände gelaufen und haben uns die Tiere in den Boxen angesehen. Zu unserem Erstaunen waren fast 100 Esel da.


Am Vormittag haben wir den E inspänner Fahrern beim Hindernis-Wettbewerb zugesehen. Da gab es verschiedene Hindernisse, die in einer vorgegebenen Zeit nach freier Wahl zweimal durchfahren werden konnten. Je nach Schwierigkeit gab es damit die Möglichkeit unterschiedliche Punkte zu sammeln. Ein L-Winkel mit zwei eingebauten Pylonen musste einmal rechts und einmal links umfahren werden. Dann die Rückwärtsfahrt in eine Gasse, die bis ans Ende gefahren werden musste um die hintere Stange vom Pylonen abzuwerfen. Dann ein Brett zum Überfahren mit drei Stangen die nicht mit dem Rad überfahren werden durften. Und zum Schluss der Briefkasten an dem angehalten und dieser geöffnet und geschlossen werden musste.
Im anderen Ring fand zeitgleich der English Dressage Wettbewerb statt. In den letzten Jahren ist dies immer beliebter bei den Maultierbesitzern geworden.

Die darauf folgende Eselhengstbewertung für die drei Klassen Mammoth, Standard und Mini zeigten die Qualitäten der Tiere. Danach wurde der beste Eselhengst der Schau gewählt. Zum Reserve-Champion wurde der Favorit von Gerd und Thekla gewählt.
In der Kategorie Maultierfamilien wurden die verschiedenen Familienmitglieder eines Züchters gezeigt.
Im großen Ring begann die Bewertung der Vierspänner.
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Nicht nur die Fahrkünste in Schritt leichtem Trab und Arbeitstrab auch das Rückwärtsrichten und der Swing unter den ersten drei Teilnehmern zeigte das hohe Können der Fahrer und ihrer Tiere. Am Nachmittag gab es noch das Springreiten für Mulis.
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Don und Bonnie sind am Abend nach 5-stündiger Fahrt aus Pasadena eingetroffen. Es war ein schönes Wiedersehen in unserem Zimmer. Don geht es nicht so gut er hat Schmerzen in der Hüfte und im Bein. Das gemeinsame Essen beim Mexikaner war sehr gut und wir hatten viel Spaß.
16 Zweispänner mussten heute bewertet werden. Eine nicht leichte Aufgabe für den Wertungsrichter. Dafür mußten die Gespanne in zwei unterschiedlichen Ringen beurteilt werden.
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Für uns alle war es ein imposantes Bild so eine geballte Mulepower zu sehen. Die Wagen und Geschirre waren vom feinsten mit verchromten Teilen und die Maultiere waren selbstverständlich auch fein herausgeputzt. Die Maultiere waren alle sehr aufmerksam und brachten vollen Einsatz.
Beim Barrel Race sind drei Fässer im gleichschenkligen Dreieck aufgestellt. Der Reiter muss ein Fass rechts und die beiden anderen links so schnell wie möglich umreiten. Die Maultiere sind mit 20 Sekunden Spitze gelaufen, der schnellste Esel brachte es auf 30. Leider waren auch ganz dicke Männer auf den Eseln und das hat dann auch nur peinlich gewirkt.
Hier zeigte sich auch sehr deutlich wie wichtig eine gute Zügelführung ist um das Tier sauber und schnell um die Fässer zu führen.
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Die Abendshow bot neue Einlagen. Das Mutton Bustards Rennen war der Publikumsrenner. Ca 5 bis 8 Jahre alte Kinder in Schutzanzügen und Helmen mussten sich auf den Rücken von halbgeschorenen Schafen festkrallen. Dann ging es mit vollem Tempo los und je nach Tier und Reiter hielt das eine Weile durch. Es gab dann die Endausscheidung der Einspänner vom Vormittag. Für viel Aufregung bei den Maultierreitern sorgte der neu erfundene Wettbewerb, das Wäscherennen, bei dem auf eine langen Wäscheleine viele T-Shirts aufgehängt waren. Nun sollte jeder Reiter sich eins abhängen und es anziehen. In der Mitte der langen durchhängenden Leine hatte eine Person die Leine hochgehalten und kurz bevor die Maultiere in der Nähe der Leine waren, hat sie die Leine losgelassen. Die Wäschestücke haben dann geschaukelt und die Maultiere sind dadurch total erschrocken. So war es gar nicht so einfach für den Reiter an ein T-Shirt heran zu kommen. Einige Tiere waren nicht mehr dazu zu bringen in die Nähe der T-Shirts zu führen.
Barbara und ich sind auf Anraten des BLM am frühen Nachmittag noch zur Ranch vom US Forest Service gefahren. Auf der Farm trafen wir Chris Wallace aus Ridgechrest. Es waren zwei Wildesel, die für die 
Muleparade herausgeputzt wurden. Wir bekamen von ihr die Adresse der Farm in Ridgecrest, wo die gefangenen Wildesel und Pferde zur Adoption eingepfercht stehen.
Die Maultierparade war für 10 Uhr angesagt. Über 180 verschiedene Schaunummern zogen in einer fast 2-stündigen Prozession über die 5-spurige Hauptstraße von Bishop.
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Herrliche Gespanne und hübsch herausgeputze Maultiere mit ihren Trailreitern.
Das 20 Mule Team aus von den Mammoth
Lakes und das Packteam aus dem Yosemite Park waren auch dabei.
Im Showring war dann am Nachmittag noch die Hölle los. Es gab die Packerswettbewerbe und die Vier- und Zweispänner Fahrer hatten noch Ausscheidungsfahrten.

Thekla war ganz in ihrem Element und hat alles ganz genau verfolgt wie sie um die Wette verschiedene Hufeisen schmiedeten und jeder ein Maultier mit zwei Hufeisen beschlagen mussten.

Zum
Abschied bekam sie das Sieger-Hufeisen geschenkt.
Am Mittag nach einem kühlen Bad im Hotel Pool nahte dann unsere Abfahrt nach Death Valley. Mit Zwischenstopp bei Aberdeen kurz nach Big Pine um dort Wildesel zu sehen. Die Wüste lebt, nur von Eseln war keiner zu sehen. Die Lebensbedingungen waren für Esel ideal. Trockener sandiger, körniger Boden, viel trockenes Gestrüpp, aber auch hier und da ein Bergbächlein mit frischem Wasser. Dort sahen wir viele blühenden Pflanzen.

Bei unserer Weiterfahrt auf dem Highway 395 hat Gerd plötzlich eine kleine Herde Wildesel am Rande in den Büschen entdeckt und wir konnten neben hinfahren und anhalten. Ganz vorsichtig und langsam näherten wir uns.
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Die Esel waren neugierig und mit etwas Geduld konnten wir einige sogar kraulen und anfassen. Thekla hat es sogar geschafft einem Esel
die Hufe hoch zu nehmen
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und sich die Hufe von unten anzusehen.
Die Fahrt ins Death Valley war atemberaubend und wir mussten immer wieder anhalten und uns die Pflanzen und seltsamen Tiere ansehen.
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Ankunft in Furnakle Creek. Wir bezogen unsere Doppelhütte direkt neben dem Dattelhain.
Im Shop T-Shirts und das berühmte Dattelbrot aus Datteln von der Furnacle Creek Ranch gekauft.
Abendessen im Saloon mit Prime Rib und Budweiser
Um 22 Uhr nahmen wir noch ein Bad im warmen Wasser des Pool unter Palmen bei leichtem Wüstenwind. Es war auf einmal draußen kälter als im Wasser!
Vor d ür unserer Hütten hatten wir noch ein Fläschchen chilenischen 120er Rotwein geleert. Eine Kakerlake kam zu Besuch.

Nach dem Aufstehen entdeckte ich an meiner Reisetasche eine Kakerlake und habe m über das Krabbeltier sehr erschreckt.ich Anschließend Frühstücksbüffet im Saloon mit allem was einem als Wohlstand in so einer Wüstengegend vorkommen kann.
Dann einladen aller Sachen ins Auto. Ein Koyote hatte kurz zugeschaut. Besuch des kleinen lokalen Borax Museums mit den vielen Mule Sachen. Viele Leute hatten uns wegen der Bishop Muledays T-Shirts auf die Mule Days angesprochen.
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Weiterfahrt in der anfangenden Hitze nach Scotty's Castle.
Ein sehr beeindruckendes Bauwerk. Wenn man dabei bedenkt dass er schon 1928 mit den Ressourcen des Death Valley vorsichtig umging und extra ein solargetriebenes Heißwassersystem und eine Wasserturbine zur Stromerzeugung einsetzte.
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Wir
entdeckten eine bunte Echse, die beim Weglaufen den Schwanz nach oben gekrümmt hatte.
Dann sind wir wieder ück über Stoves Pipe und in Richtung Wildrose durch einen Neben-Canyon nach Ridgecrest gefahren um die Wildpferde und -esel des BLM of California zu betrachten. Es war nicht so schön wie die Wildesel die wir tags zuvor gesehen hatten.Es waren aber auch ein paar nette Esel dabei

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Unterwegs hatten wir uns dann die Zeit genommen die Joshua Trees am Straßenrand zu fotografieren.

Für unsere Übernachtung hatten wir dann im Super 8 Motel bei Victorville gefunden und in der Bakery gut zu Abend gegessen. Zum Abschluss gabs noch Pecan Pie und warmen Carrot Cake.
Frühstück in der Hotellobby und Weiterfahrt in Richtung Pasadena. Unterwegs sind wir noch einmal bei Oaks Valley Road abgefahren und hatten uns an den blühenden hohen Agavenblüten
erfreut und die anderen Wildblumen angeschaut. ![]() |
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Beim Hinwandern hatte Barbara einen neue Eidechse bzw. Agame entdeckt. Sie hatte Zacken an den Seiten und hinter dem Kopf und sah dadurch wie ein Urtier aus. Die Echse konnte sich flugs in den am Boden befindlichen Blättermüll eingraben so dass nur noch die Augen herausschauten.
Sie war so getarnt dass es sehr schwer
war sie zu erkennen.
Dann ging es aus den Bergen in Richtung San Bernadino und auf der 210 weiter nach Pasadena. Durch unsere 4 Insassen konnten wir in den Genuss der Carpool Spur kommen und an allen sich stauenden Autos vorbeigefahren.
Bei Don und Bonnie angekommen hatten wir uns dessen Toastersammlung im Hinterhaus angeschaut. Welch ein Anblick von 500 Toastern.
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Die beiden überreichten als Überraschung uns ein riesiges altes Bild eines Goldgräbers mit seinem Esel und diverse historische Postkarten.
Wir sind dann weiter zur Huntington Library in die Oxford Street gefahren und haben uns dort den Wüstengarten
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mit seinen 5000 verschiedenen Kakteenarten angesehen. Anschließend wollten wir ins Teehaus, was aber schon ausgebucht war. Wir sind dann durch den Rosengarten mit seinen tausenden verschiedenen Rosen und in den japanischen Garten mit den Kois gegangen. Ich bin noch in die Bibliothek gegangen um die Gutenberg Bibel zu sehen.
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Die anderen sind noch in den australischen und den Dschungelbereich
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des weitläufigen Gartens gegangen. Wir trafen uns dann wieder am Bookshop.
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Hier das Wort Bakery aus der Herculanum von Adrian Frutiger. |
Nach einer kleinen Shoppingtour durch Pasadena haben wir Don und Bonnie abgeholt und sind zum japanischen Restaurant "Ai" an der Fair Oaks gefahren und labten uns an feinsten Sushi.
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Und wer es genau sieht stellt fest, dass der Logo aus der Schrift Sho von meinem Vater war. Das Wort Restaurant ist aus der Optima von Hermann Zapf |
Jetzt hieß es noch einpacken und sich auf die Abreise vorbereiten, denn morgen werden wir um 14:55 von LA wieder zurück nach Deutschland fliegen.
Mittwoch 28. Mai
Fahrt mit dem Auto durch die vollen Autobahnen zum Strand von Santa Monica um noch einmal einen kurzen Blick auf den Pazifik zu werfen. Leider hat sich in diesem Stadtteil der ozeanische Morgennebel breit gemacht, so dass die Aussicht nicht so berauschend war. Dann zur Autovermietung und das gut ück Heile abgeliefert und zum Flughafen. Dort sind neue Sicherheitsbestimmungen eingeführt worden. Nun sollen alle Gepäckstücke noch vor dem Einchecken von großen zentral platzierten Röntgengeräten durchleuchtet werden. Das versiegelte Gepäck darf dann nicht mehr in Kontakt mit dem Reisenden kommen, so dass dann eine Armada an Angestellten des Sicherheitsdienstes damit beschäftigt sind die Koffer zum jeweiligen Schalter zu bugsieren und zu bewachen bis man an dem Schalter abgefertigt wird. Am LH Schalter war auch eine Reihe mit Handuntersuchung eingerichtet. Wir stellten aber fest, dass diese Leute wesentlich schneller an den Schalter von Lufthansa kamen als wir. Wir mussten erst einmal die Aufsicht darauf aufmerksam machen, nachdem wir 40 Minuten ohne eine Fortbewegung in unserer Warteschlange gewartet hatten. Danach wurde es flüssiger. Lieder haben wir so wieder keinen Viersitzer bekommen. Aber so konnten Barbara mit Thekla sowie Gerd und ich jeweils zusammen sitzen. Es gab im Flieger "Catch me if you can". Den Film wollte ich mir sowieso mal ansehen.
Zu Hause in Frankfurt angekommen war es 26 Grad warm also ähnlich wie in LA und die Sonne schien: Es war Vatertag und die Autobahnen waren ziemlich leer. Müde kamen wir zu Hause an, Martin hatte in Oberneisen die ganze Zeit unser Haus und die Tiere versorgt. Ein großes Dankeschön noch an Martin, der alles so bravourös gemanagt hat. Es war eine sehr erlebnisreiche und informative Reise für uns Vier. Schade nur dass alles so schnell schon wieder vorbei ist, aber die Erinnerung an diese 14 Tage bleiben bei uns bestimmt bestehen.
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Erstellt von Otmar Hoefer und Barbara Bank, Herbachstrasse 31 65558 Oberneisen